NOW MY LIFE IS SWEET LIKE CINNAMON ist ein Konglomerat, eine Fabrik, ein Spiel.

 

NOW MY LIFE IS SWEET LIKE CINNAMON ist eine Band. Eine Idee.

 

NOW MY LIFE IS SWEET LIKE CINNAMON ist ein sich selbst erschaffender, interdisziplinärer Raum, ein stetig expandierender Kosmos, ein wachsender Organismus mit einem Sinn für das Absurde, nicht ohne einen gewissen Widerspruchsgeist, humorvoll und getrieben von einer kompromisslosen Experimentierfreude.

 

Eric Haupt, Moritz Wesp, Anthony Greminger und Raphael Röchter sind die primären Drahtzieher dieses Kosmos, Schöpfer und gleichzeitig Figuren ihrer eigenen Geschichte, die inhaltlich und formal bewusst offen gestaltet ist.

 

Das heißt: NOW MY LIFE IS SWEET LIKE CINNAMON ist eine Band.

 

Experimental – Electronic – Free – Indie – Improvisation – Noise – und eine gewisse Liebe zur Popkultur lässt sich nicht leugnen. Integraler Bestandteil des CINNAMONschen Klangspektrums ist das neuartige Instrumentarium – die Synthesizer-Posaune oder der Klanganzug sind Pionierarbeiten auf dem Gebiet des analog-elektronischen Instrumentenbaus. Davon abgesehen halten auch Vibratoren oder ganze Kuhherden Einzug in die Musik – alles ist Spielzeug. Die musikalischen Ausdrucksformen dieses Sammelsuriums von Klangerzeugern zu ergründen ist Teil des Aufgabenbereichs von NOW MY LIFE IS SWEET LIKE CINNAMON. 


Pionierarbeit leistet auch Otamanice, einst als „leading Otamatone player of the universe“ bezeichnet. Zeitweise als Frontfigur der Band in Erscheinung getreten, ist er unter anderem Seite an Seite mit seinem Antipoden Pedro in dem Performance-Werk Die Legende des Oqkarhagumn, das direkten Bezug auf die vorangegangene Aufführung Sonne nimmt, zu sehen gewesen. Hier vermischen sich Wirklichkeit und Fiktion, eine Verschiebung der Realität ist gewollt.


Otamanice ist nur die Speerspitze eines stetig wachsenden Personen- und Figurenkanons, welcher die Welt von NOW MY LIFE IS SWEET LIKE CINNAMON bevölkert und bereichert. Diese Figuren und ihre Rollen und Geschichten finden ihren Ausdruck in Musik, Bild, theatralen Praktiken, geschriebenem Wort – der Kosmos ist multimedial, multidimensional und interdisziplinär. Er schreibt sich selbst fort.

Das heißt: NOW MY LIFE IS SWEET LIKE CINNAMON ist eine Idee.

In bisher vier verschiedenen Aufführungen wurde diese Idee konstituiert. Die Arbeitsweise von NOW MY LIFE IS SWEET LIKE CINNAMON ist unsystematisch. Mit neurotischer Vehemenz werden neue Programme geschrieben, die sich gegenseitig bedingen, weiterentwickeln, voneinander absetzen oder aufeinander Bezug nehmen. Fäden aus bisherigen Aufführungen werden weitergesponnen, vergangene Ereignisse nachträglich in ein neues Licht gerückt: Das ist transmediales, metachronotopisches Worldbuilding. Dabei wird der krude Humor der CINNAMONs bisweilen zum Maßstab erhoben. NOW MY LIFE IS SWEET LIKE CINNAMON arbeiten besonders gut unter Zeitdruck.

Niemand weiß, was die Zukunft bringen wird. NOW MY LIFE IS SWEET LIKE CINNAMON wissen aber, was sie wollen. Aus ihrem Elfenbeinlimbo irgendwo zwischen Garagenpunk und Surrealismus heraus werden sie weiter an der Realisierung ihres persönlichen Gesamtkunstwerks arbeiten. Ein Videospiel, das die Abenteuer des Qkuahtagir auf seinen Reisen durch eine Welt, in der die Sonne bereits untergegangen ist, ergründet, ist bereits in Umsetzung. Ebenso in Planung ist das Erschaffen eines physikalischen Raums, in dem der Kosmos von NOW MY LIFE IS SWEET LIKE CINNAMON erstmals begehbar und von innen heraus erfahrbar werden wird.